Wahrsagen mit Charms – eine spannende Methode

Willkommen in der fabelhaften Welt des Wahrsagens mit Charms

Gastbeitrag von Karin Dalton-Smith von Tea With Karin® ™

Was hat es auf sich mit diesen bezaubernden kleinen Glücksbringer auf sich, die uns eher an Schmuck der Bettelarmbänder erinnern, als an Wahrsagen? Diese Glücksbringer werden auch “Charms” genannt oder inzwischen findet man ab und zu den Begriff “Tee-Charms”.

Kuchenziehen in der viktorianischen Zeit

Mit kleinen Glücksbringern wurde früher die Zukunft vorhergesagt. In der viktorianischen Zeit wurden die Charms an ein Band gebunden und dann unter den Boden einer Hochzeitstorte gelegt, gerade so, dass die Bandenden rund um den Kuchen heraushingen.

Nach der Hochzeitszeremonie zogen die Brautjungfern die Bänder aus dem Kuchen, und die Charms, die sie zogen, gaben Auskunft über das künftige Glück. Diese Tradition wird als „Kuchenziehen“ bezeichnet.

Die Glücksbringer hatten normalerweise die Form von Herzen, Glocken, vierblättrigen Kleeblättern, Ringen, Babysymbolen, einfach Symbole, die in Verbindung standen mit dem Zuhause und der Familie.

In Deutschland und der Schweiz wurde der Brauch genauso praktiziert, wie in anderen Ländern. Es wurden Porzellanfiguren in einen Königskuchen oder Dreikönigskuchen eingebacken. Natürlich solltest du deine Charms immer in Pergament eingeschlagen in den Teig geben.

Die Figuren waren recht schlicht gehalten: ein Metzger, ein Bäcker, Früchte oder kleine Dekofiguren, die Reichtum und Wohlstand signalisierten. Wer das Glück hatte, ein Stück Kuchen mit einer Figur zu bekommen, konnte sich auf gute Zeiten freuen.

Wer zum Beispiel die Metzgerfigur bekommen hatte, konnte sich freuen, künftig reichlich Essen auf dem Tisch zu haben. Der Brauch erinnert etwas an Bleigießen zu Neujahr.

Die Glückskuchen der 30er bis 50er-Jahren

In den 30er bis 50er-Jahren wurde solche Glückskuchen mit Charms selbst gebacken. Der Teig kam in die Form und es wurden 8-10 in Pergament gewickelte Glücksbringer um die Ränder des Kuchens gelegt und dann gebacken. Wenn der Kuchen gegessen wurde, wurden die Charms ausgepackt und sagten so das Glück für die Zukunft voraus.

Während dieser Zeit gab es überall kleine Schachteln mit Glücksbringern dafür gekauft werden zu kaufen. Eine Übersicht der genauen Bedeutungen der einzelnen Charms war auf der Rückseite dieser Schachteln zu finden. Diese Charms wurden „Tee-Charms“ oder „Gunst des Tees“ genannt, und zwar deshalb, weil die Charm-Deutungen auf den Symbolen des Teeblätter-Lesens basierten.

Kuchenziehen war etwas was oft an Halloween oder Silvester gemacht wurde. Es war so beliebt, denn jeder wollte im kommenden Jahr das Glück auf seiner Seite zu haben.

Auf der ganzen Welt gibt es viele verschiedene Varianten, wie Charms sowohl in Kuchen oder auch in Brotlaiben eingebacken werden können. Egal in welchem Land oder nach welcher Tradition die Charms in Lebensmitteln versteckt werden, es geht immer darum, in der Zukunft mehr Glück und mehr Reichtum zu haben.

Es geht auch ohne Kuchen

Charms werfen ist eine fantastische Methode der Wahrsagerei. Du greifst mit den Fingern in einen Charm-Beutel, lässt die Glücksbringer durch deine Finger gleiten und konzentrierst dich auf deine Frage. Du überlegst dir, was du genau wissen willst und für welchen Zeitrahmen du es wissen willst. Erst dann greifst du die Charms, eine kleine Menge wohlgemerkt (wie eine Prise Salz), nicht eine ganze Handvoll.

Die Charms verteilst du dann auf dem Tisch. Jede glatte Oberfläche ist geeignet. Sie sollten nicht übereinander liegen. Streue sie mit den Fingern, als würdest du Salz über ein Gericht streuen. Manch einer mag glauben, dass eine größere Menge an Charms besser ist. Ist es aber nicht. Weniger ist auch hier mehr. Wenn ich ‘Wahrsagen mit Charms’ unterrichte, betone ich immer ausdrücklich, dass jeder besser nur eine kleine Menge nimmt und diese dann auf dem Tisch verteilt.

Wie kannst du mit Charms wahrsagen?

Du kannst deine Charms unabhängig von Wahrsagekarten verwenden. Nimm ein Stück Schnur oder eine Halskette lege damit einen Kreis von der Größe eines Kuchentellers und verteile deine Charms in diesem Kreis.

Jeder Glücksbringer, der außerhalb des Kreises springt, wird in den Beutel zurückgelegt. Es gibt keine richtige oder falsche Art, Charms zu interpretieren. Am besten, du fängst mit dem Charm an, zu dem du dich hingezogen fühlst.

Du kannst auch Lege-Blätter oder ein Tarotkarten-Blatt verwenden. So etwas kannst du online finden. Platziere 2 oder 3 Charms auf ein Tarotkarten-Blatt und dann geht es ans Interpretieren . Charms sind sehr vielseitig und können für zusätzliche Informationen einfach über jede Art von Wahrsagerkarten geworfen werden.

So interpretierst du Charms

Wie erarbeitest du die Bedeutungen für deine Charms? Du interviewst quasi jeden Charm einzeln. Dazu setzt du dich ruhig hin und hältst den Charm in der Hand. Dabei stellst du ihm zum Beispiel die folgenden Fragen.

  • Wofür braucht man dich?
  • Was für Emotionen löst du aus?
  • Bist du beweglich?
  • Bewegst du dich schnell?
  • Bewegst du dich langsam?
  • Welche Assoziationen weckst du?
  • Welchen Glücksbringer hätte ich lieber bekommen?

Was du alles als Charm verwenden kannst

Du kannst deine alte Schmuckschatulle durchsuchen und alle kaputten Ohrringe, Halsketten, Bettelarmbänder auf Anhänger absuchen, die du für ein Charm-Set verwenden könntest. Fast jedes kleine Objekt, das du findest, ist geeignet für dein individuelles Set. Vielleicht hast du aus deiner Kindheit noch einen Knopf von einem Kleidungsstück oder einen Schlüssel zu eurer Wohnung – einfach Dinge, die dir etwas bedeuten. Habe keine Scheu, deine individuelle Charm-Sammlung persönlich zu gestalten.

Es gibt auch fertige Charm-Sets

Du kannst fertige Sets kaufen bei Karin wie zum Beispiel ein 50-teiliges Charm-Set inklusive einer Broschüre mit Bedeutungen sowie 10 kostenlose PDF-Casting-Blätter enthält.

Was hält dich noch davon ab, dich mit den bezaubernden kleinen Charms zu beschäftigen und die Reise zu genießen, auf die sie dich führen.

Autor: Karin Dalton-Smith von ‘Tea With Karin® ™’ aus Melbourne, Australien.

Karin liest traditionell aus Teetassen und entwirft Teeblatt-Lesekarten, Charm-Sets und Charm-Matten.

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